Wichtiger Auswärtssieg der Handballerinnen der SGSS bei der SG-Oberhausen/Unterhausen

So wird der letzte Spieltag am kommenden Samstag den 5.5. zu Hause gegen die TSF Ludwigsfeld der entscheidende und im Endeffekt wichtigste der ganzen Runde, denn bei einem Sieg kann man nicht mehr vom TV Holzheim überholt werden – unabhängig von dessen Ergebnis gegen den TV Lahr- und hat den letzen Nichtabstiegsplatz ergattert.

Voraussetzung dazu war der doppelte Punktgewinn bei der SG-Oberhausen/Unterhausen, der am Samstag unterhalb der Burg Lichtenstein gesichert werden konnte. Gleichzeitig traf auch das ein, was man zwar erhofft hatte, aber an das man nicht zu glauben wagte: Der TV Pforzheim hatte zur selben Zeit den Handballerinnen aus Holzheim eine 29:30 Heimniederlage zugefügt. Somit kletterte die SGSS erstmals in der gesamten Runde auf den 10. Rang, der zum erneuten Start in der BW-OL berechtigt – wenn keine unvorhersehbaren Ereignisse auftreten, und doch fünf aus der Liga absteigen müssen.
An diese Eventualitäten denkt man im Schwarzwald aber momentan nicht, sondern freut sich unbändig, dass die Erfolge der letzten Wochen auch Früchte tragen.
Es war kein hochklassiges Spiel, das mit 20:25 für die Gäste aus dem Kinzigtal endete, dafür waren die Umstände nicht gegeben. Die Luft in der Halle war auf 30 °C aufgeheizt, man schwitzte schon beim einfachen Sitzen und Zuschauen, geschweige denn beim Laufen und Werfen, und das Nervenkostüm der SGSS flatterte. Zu viel stand auf dem Spiel, um locker zu sein- das „Gewinnenmüssen“ drückte schwer! Die ersten drei Angriffe der Schwarzwälderinnen landeten so auf dem Lattenkreuz und neben dem Tor – während die Gastgeberinnen gleich zweimal trafen. Dass man von Seiten der SGSS bis zur 8. Minute wieder zum 3:3 herankam, war schlichtweg Glück, denn O/U traf in dieser Phase dreimal den Pfosten oder scheiterte an einer wieder glänzend aufgelegten Torfrau Vera Fehrenbacher. Zwei schnelle Angriffe durch Nicole Breithaupt und Denise Vollmer brachten innerhalb 30 Sekunden dann bis zur 11. Minute sogar eine 5:3 Führung – die durch
Caroline Gaiser und Lena Schmälter am Kreis, weiter ausgebaut werden konnte. Beim 10:6 in der 19. Minute glaubten die mitgereisten Fans an ein leichtes Spiel und einen ebensolchen Sieg.
Wie schon so oft, wurde es aber plötzlich wieder eng. Beim 10:8 in der 21. Minute wurde ein 7 m vergeben, auch der nächste Schnellangriff fand sein Ziel nicht, und plötzlich hatten die Gastgeberinnen ihre Nase wieder vorne – was sie u.a. den überraschenden Schlagwürfen ihrer großen Mittelspielerin Sarah Timar zu verdanken hatten, und sie gingen mit einer 12:11 Führung in die Pause.
Noch durch eine 2-Minutenstrafe dezimiert, kassierte die SGSS gleich in den ersten Sekunden der zweiten Hälfte ein weiteres Tor zum 11:13 – was aber die größte Führung der Gastgeberinnen war in dieser 2. Hälfte. Mit zwei Toren auf Rechtsaußen innerhalb von 3 Minuten konnte Nicole Breithaupt zum 13:13 egalisieren und ab jetzt gaben die Gäste das Spiel nicht mehr aus der Hand. Celina Pereira übernahm die Verantwortung bei den jetzt häufiger gegebenen Siebenmetern und erzielte so 3 ihrer 6 Treffer, Lena Schmälter schaffte sich und anderen Platz am Kreis und erzielte nach teilweise genialen Anspielen ihrer Rückraumleute fangsicher 6 Tore. Ober-/Unterhausen indes gab das Spiel nicht verloren und blieb zäh dran- in der 45. Minute hatten sie wieder den Anschluss zum 18:17 geschafft. Aber da gab es im Tor ja noch Vera Fehrenbacher, die den Gegnerinnen in dieser Phase durch zahlreiche Paraden den Schneid abkaufte und mehrere Hundertprozentige entschärfte. Auch auf die Rückraumtreffer von Caro Gaiser war Verlass, die besonders in dieser Phase immer dann hochstieg, wenn es wieder eng wurde. Unermüdlich ackerten alle in der Abwehr- sie gaben sich in keiner Phase verloren, auch wenn die Beine in dieser Hitze oft nicht mehr mitmachen wollten. So ging dann am Ende auch dieser relativ deutliche 20:25 Erfolg in Ordnung, auch wenn man ihn unter die Rubrik „Arbeitssieg“ ablegen muss. Die Freude wurde erst dann so richtig groß, als man von der Niederlage der Göppinger Vorstädterinnen hörte, die damit den Weg zum Klassenerhalt für die SGSS freigaben- sie können ihn nun in Ruhe aus eigener Kraft zu Ende führen.

Für die SGSS spielten: Vera Fehrenbacher, Aline Schneider (Tor), Nadja Gaiser (1), Celina Pereira (6/3), Caroline Gaiser (5), Iris Wöhrle, Denise Vollmer (3), Nicole Breithaupt (4), Frauke Stroth, Nicole Hoffmann, Daniela Fürst, Diana Scharnefski, Lena Schmälter, Simone Seiler,

Schiedsrichter: Kiyici/Steinbach TV Ehingen


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