Der HB Kinzigtal musste sich in einem intensiven Heimspiel gegen die HSG Bargau/Bettringen mit 20:26 geschlagen geben – und wird sich am Ende vor allem über eine verpasste Chance ärgern.
Die Gastgeberinnen erwischten einen holprigen Start in die Partie. In den Anfangsminuten fand der HBK kaum Zugriff in der Abwehr, während die Gäste aus Bargau zu einfach zu klaren Torchancen kamen. Schnell lag das Team mit 0:3 zurück. Auch im Angriff fehlten zunächst die Ideen, um die gegnerische Defensive ernsthaft unter Druck zu setzen. Doch der HBK zeigte Moral und arbeitete sich zurück ins Spiel. Mit zunehmender Spieldauer stabilisierte sich die Abwehr, und auch offensiv gelangen bessere Aktionen. Bis zur 22. Minute kämpfte sich die Mannschaft auf 9:10 heran und war wieder voll im Spiel. Bis zur Halbzeit blieb die Partie offen, dennoch mussten die Gastgeberinnen einen 11:14-Rückstand hinnehmen.
Nach dem Seitenwechsel bot sich zunächst ein ähnliches Bild: ein intensives, ausgeglichenes Spiel, in dem beide Teams um jeden Ball kämpften. Der HB Kinzigtal legte nochmals zu und belohnte sich für den Einsatz. In der 50. Minute gelang schließlich der verdiente Ausgleich zum 19:19 – die Partie war wieder völlig offen.
Doch in der entscheidenden Phase folgte ein unerklärlicher Bruch im Spiel des HBK. Ballverluste, überhastete Abschlüsse und unglückliche Pfostentreffer verhinderten eine mögliche Führung. Die Gäste nutzten diese Schwächephase konsequent aus und setzten sich in den Schlussminuten entscheidend ab.
So stand am Ende eine 20:26-Niederlage, die aus Sicht des HB Kinzigtal besonders bitter ist. Über weite Strecken hielt man gut mit und zeigte eine starke kämpferische Leistung. Letztlich war es jedoch die zu geringe Torausbeute, die ein besseres Ergebnis verhinderte. In dieser Form wäre in diesem Spiel deutlich mehr möglich gewesen.
Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass das Team aktuell mit 1-2 Auswechselspielerinnen einfach eine zu geringe Breite im Kader hat, um über 60 Minuten in dieser starken zweithöchsten Spielklasse auf Landesniveau zu punkten- umso mehr sind die gezeigten Leistungen hier zu werten und zu würdigen. Das Verletzungspech bzw. die gesundheitsbedingten Ausfälle (8 Feldspielerinnen!) haben dieses Jahr einfach zu stark zugeschlagen bei den Damen der HBK. Umso cooler, dass eine Mischung aus A-Jugendspielerinnen und erfahrenen Stützen immer noch so gut Paroli bieten kann- auch wenn am Ende wenig Zählbares dabei rausspringt, kann man darauf für die Zukunft absolut aufbauen! Kopf hoch, Mädels!
Für den HBK spielten:
Eva Kilguß (6), Vanessa Paul (6), Lena Armbruster (4), Charline Maier (2), Pia Weichenhein (2), Svenja Kilguß, Paula Miller, Melina Rauser, Romy Scheerer